Wohngesundheit

Schimmel im Bad vermeiden: richtig lüften, putzen und früh reagieren

· von Daniela Hürlimann

Dunkle Punkte in den Silikonfugen, ein muffiger Geruch hinter dem Duschvorhang: Schimmel im Bad ist eines der häufigsten Wohnprobleme in der Schweiz. Er sieht nicht nur unschön aus, sondern kann auch die Gesundheit belasten, besonders bei Allergien und Asthma.

Warum gerade das Bad?

Beim Duschen entstehen in wenigen Minuten grosse Mengen Wasserdampf. Er schlägt sich an kühlen Stellen nieder: an Aussenwänden, Fensterlaibungen und in Ecken. Wenn diese Feuchtigkeit nicht schnell abtrocknet, finden Schimmelsporen ideale Bedingungen. Das Bundesamt für Gesundheit nennt eine dauerhaft hohe Luftfeuchtigkeit als wichtigste Ursache.

Vorbeugen im Alltag

Stosslüften statt Kippfenster. Nach dem Duschen das Fenster fünf bis zehn Minuten weit öffnen, die Tür zur Wohnung geschlossen halten. Gekippte Fenster kühlen nur die Wand aus.

Ventilator laufen lassen. Fensterlose Bäder brauchen einen funktionierenden Abluftventilator. Lassen Sie ihn nach dem Duschen noch mindestens 15 Minuten laufen und reinigen Sie den Filter regelmässig.

Wasser abziehen. Ein Abzieher für Glaswand und Platten braucht 30 Sekunden und entfernt den grössten Teil der Feuchtigkeit.

Textilien raus. Nasse Badetücher auf dem Heizkörper oder Wäscheständer im Bad erhöhen die Feuchtigkeit stundenlang. Besser im Wohnraum oder auf dem Balkon trocknen.

Möbel mit Abstand. Schränke an Aussenwänden einige Zentimeter von der Wand abrücken, damit Luft zirkulieren kann.

Ein günstiges Hygrometer zeigt, ob Sie richtig lüften. Nach dem Lüften sollte die Luftfeuchtigkeit wieder unter 60 Prozent liegen.

Wenn der Schimmel schon da ist

Kleine Flecken auf Fugen und Platten lassen sich mit 70-prozentigem Alkohol oder einem Schimmelentferner aus dem Fachhandel behandeln. Tragen Sie dabei Handschuhe, lüften Sie gut und mischen Sie niemals chlorhaltige Reiniger mit anderen Putzmitteln. Silikonfugen, in die der Schimmel eingewachsen ist, werden am besten herausgeschnitten und neu gezogen.

Ist eine grössere Fläche betroffen, etwa mehr als ein halber Quadratmeter, oder kommt der Schimmel immer wieder, steckt oft ein baulicher Grund dahinter: eine Wärmebrücke, ein undichtes Rohr oder eine defekte Abdichtung. In Mietwohnungen sollten Sie das der Verwaltung schriftlich melden. Die Ursache zu beheben ist dann Sache der Vermieterschaft, das richtige Lüften bleibt Aufgabe der Mieterinnen und Mieter.