Einrichten

Kleines Bad gross wirken lassen: Ideen für Stauraum, Licht und Farben

· von Daniela Hürlimann

Gerade in Stadtwohnungen und Altbauten ist das Bad oft der kleinste Raum. Mit ein paar gezielten Entscheidungen lässt sich aber auch auf vier Quadratmetern ein Ort schaffen, an dem man gerne Zeit verbringt.

Helle, ruhige Flächen

Helle Farben reflektieren Licht und lassen Wände zurücktreten. Das heisst nicht, dass alles weiss sein muss. Sanfte Töne wie Sand, Salbei oder ein helles Grau wirken wärmer und verzeihen Wasserflecken eher. Wichtig ist eine ruhige Gesamtwirkung: lieber zwei, drei Materialien konsequent einsetzen als fünf verschiedene Muster.

Grosse Platten, wenig Fugen

Grossformatige Platten an Wand und Boden lassen den Raum weiter wirken, weil das Auge weniger Linien wahrnimmt. Wenn Boden und Wand im gleichen Material gehalten sind, verschwimmen die Grenzen zusätzlich. In Mietwohnungen, in denen die Platten bleiben müssen, helfen spezielle Fliesenfarben oder Klebefolien für eine sanfte Auffrischung.

Spiegel und Licht

Ein grosser Spiegel, der fast die ganze Breite über dem Lavabo einnimmt, verdoppelt optisch den Raum. Ideal ist ein Spiegelschrank mit integrierter Beleuchtung, der zugleich Stauraum bietet. Kombinieren Sie ihn mit einer zweiten Lichtquelle, etwa einem indirekten LED-Band unter dem Waschtisch. Das wirkt am Abend gemütlich und als Nachtlicht.

Stauraum in die Höhe denken

  • Hängende Möbel lassen den Boden frei, das macht den Raum optisch grösser und erleichtert das Putzen.
  • Regale über der Tür oder über dem WC nutzen ungenutzte Fläche.
  • Eine Nische in der Duschwand ersetzt Ablagen, die herumstehen.
  • Körbe mit Deckel bündeln Kleinkram und sehen ruhiger aus als viele einzelne Flaschen.

Dusche statt Wanne?

In kleinen Bädern bringt eine bodenebene Dusche mit Glaswand am meisten Raumgewinn. Klare Glaswände ohne Rahmen lassen den Blick durch den Raum laufen. Wer auf ein Bad nicht verzichten möchte, findet kompakte Wannen ab 150 cm oder Kombinationen aus Wanne und Dusche.

Weniger ist mehr

Am Ende macht vor allem die Ordnung den Unterschied. Was täglich gebraucht wird, darf sichtbar sein. Alles andere kommt in Schubladen oder Körbe. Ein paar schöne Details wie ein Leinentuch, eine Pflanze, die mit wenig Licht auskommt, oder eine Seife in einer Keramikschale geben dem Raum Persönlichkeit, ohne ihn zu überladen.