Wellness
Hautpflege im Winter: eine einfache Routine gegen trockene, fahle Haut
Draussen Kälte und Wind, drinnen trockene Heizungsluft, dazu lange, heisse Duschen: Im Winter hat es die Haut schwer. Sie spannt, schuppt, rötet sich schneller und wirkt oft fahl. Mit ein paar Anpassungen in der täglichen Routine im Bad lässt sich viel davon vermeiden.
Kürzer und weniger heiss duschen
Heisses Wasser löst die schützenden Fette aus der Haut. Duschen Sie lieber kurz und lauwarm, bei etwa 36 Grad. Seifenfreie Duschgels oder Duschöle sind schonender als herkömmliche Seifen. Und ganz wichtig: Cremen Sie sich direkt nach dem Abtrocknen ein, solange die Haut noch etwas feucht ist.
Die Routine fürs Gesicht
Morgens: Reinigung mit lauwarmem Wasser oder einem milden Reinigungsgel, danach ein Serum mit Hyaluronsäure oder Glycerin und eine Tagescreme, die im Winter ruhig etwas reichhaltiger sein darf. Zum Schluss Sonnenschutz, vor allem in den Bergen. Schnee reflektiert die UV-Strahlung stark.
Abends: Make-up und Sonnenschutz gründlich entfernen, dann eine pflegende Nachtcreme. Ceramide, Sheabutter und Squalan helfen, die Hautbarriere zu stärken.
Ein- bis zweimal pro Woche: ein sanftes Peeling, um abgestorbene Hautschüppchen zu entfernen. Bei empfindlicher Haut sind Enzympeelings oder milde Fruchtsäuren angenehmer als grobe Körnchen.
Raumklima nicht vergessen
Eine Luftfeuchtigkeit von 40 bis 50 Prozent tut Haut und Schleimhäuten gut. Ein Luftbefeuchter im Schlafzimmer oder ein paar Pflanzen helfen. Achten Sie im Bad darauf, nach dem Duschen trotzdem gut zu lüften, damit sich dort kein Schimmel bildet.
Von innen
Wer im Winter wenig trinkt, merkt das auch an der Haut. Wasser und Kräutertee, Omega-3-Fettsäuren aus Fisch, Nüssen oder Leinöl sowie viel Gemüse unterstützen die Haut von innen. Wunder bewirkt die Ernährung allein nicht, aber sie ist eine gute Grundlage.
Wenn die Haut müde bleibt
Manchmal reicht die Pflege zu Hause nicht aus: Die Haut bleibt fahl, Pigmentflecken vom Sommer werden sichtbar, oder Unreinheiten hinterlassen kleine Narben. Dann kann eine Behandlung in einer Fachpraxis sinnvoll sein. Chemische Peelings mit höher konzentrierten Fruchtsäuren erneuern die oberen Hautschichten gezielter, als es ein Peeling aus der Drogerie kann. Der Winter ist dafür sogar die beste Jahreszeit, weil die Sonne weniger stark ist. Wer vorher wissen möchte, was so etwas kostet, findet auf OPVergleich.ch eine Übersicht mit Preisen für chemische Peelings bei Schweizer Fachpraxen. Lassen Sie sich vorher gut beraten, denn nicht jedes Peeling passt zu jedem Hauttyp.
Kurz gesagt
Lauwarm duschen, sofort eincremen, reichhaltiger pflegen, Sonnenschutz nicht vergessen und für gute Luft sorgen: Mit dieser einfachen Routine kommen die meisten Menschen gut durch den Winter.